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Das Konzept

Das DEUS 21 - Konzept setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen:

Regenwasser und Pflegewasser

Abwasserableitung und -aufbereitung

Küchenabfälle

Regenwasser und Pflegewasser

Das Trinkwasser wird erstens aus dem Grundwasser gewonnen und zweitens aus Regenwasser. Häusliches so wie Straßenabwasser wird versickert und wieder neu genutzt.

Aus Gründen des Hochwasserschutzes, der Anreicherung des Grundwassers und wegen effizienteren Aufbereitungsmöglichkeiten für das Abwasser ist die Nutzung und Versickerung von Regenwasser der Ableitung in die Kanalisation vorzuziehen. Im Bebauungsplan des Neubaugebiets „Am Römerweg“ war deshalb ursprünglich vorgesehen, dass die Eigentümer auf ihren Grundstücken Versickerungsmulden errichten und betreiben.

Im Rahmen des Projekts DEUS 21 und in Abstimmung mit der Stadt Knittlingen wird der umweltverträgliche Umgang mit Regenwasser nun auf andere Weise verwirklicht: Das Regenwasser der Wohngrundstücke wird in ein unterirdisches System aus Speicherkanälen abgeleitet. Eine moderne Membrananlage bereitet das Regenwasser so auf, dass es bezüglich der Inhaltsstoffe und der Hygiene den Anforderungen der Trinkwasser- Verordnung (TVO) entspricht. Die Qualität des Pflegewassers wird kontinuierlich überwacht.

Dieses hochwertige Pflegewasser wird den Haushalten im Baugebiet durch ein eigenes Pflegewassernetz, das parallel zum Trinkwassernetz verlegt wird, an der Grundstücksgrenze zur Verfügung gestellt. Es eignet sich sowohl zur Körperpflege und zur Versorgung von Wasch- und Spülmaschine als auch zur Toilettenspülung und Gartenbewässerung. Da das Pflegewasser einen sehr geringen Härtegrad aufweist, reduziert sich der Bedarf an Wasch- und Spülmitteln. Bei der Warmwasserbereitung kann auf die Zugabe von Entkalkungsmittel verzichtet werden.

Um das Pflegewasser in den Gebäuden nutzen zu können, ist es notwendig, bereits bei der Planung parallel zu den Trinkwasserleitungen ein zweites Leitungsnetz zu den Verbrauchsstellen vorzusehen. Die Verlegung der zusätzlichen Leitungen kann bei Neubauten mit geringem Mehraufwand bewerkstelligt werden. Diesem Mehraufwand steht als Nutzen gegenüber, dass der Trinkwasserverbrauch reduziert wird, Wasch- und Entkalkungsmittel eingespart werden und durch den Wegfall der Versickerungsanlage Nutzungsbeschränkungen in den Hausgärten entfallen.

Abwasserableitung und -aufbereitung

Vakuumtoilette mit bis zu 10 mal geringerem Spülbedarf als konventionelle Spartoiletten.
Vakuumtoilette mit bis zu 10 mal geringerem Spülbedarf als konventionelle Spartoiletten.

Wird das Vakuumsystem bis in das Wohngebäude geführt, können in den Bädern Vakuumtoiletten installiert werden, die sich gegenüber konventionellen Toiletten durch einen um den Faktor 5 bis 10 geringeren Spülwasserbedarf auszeichnen.

Das häusliche Abwasser wird in einer anaeroben Hochleistungs- Membran-Anlage biologisch gereinigt. Ein wesentliches Merkmal dieser Anlage ist, dass sie nur unter Luftabschluss arbeiten kann, d.h. die Anlage ist gekapselt. Geruchsemissionen können deshalb nicht entstehen.

Mit der geplanten Anlage zur Abwasserreinigung werden die Abwasserbestandteile zu Biogas und die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor zu einem verwertbaren Düngesalz umgesetzt. Das Biogas versorgt die Anlage mit Strom und Wärme. Überschüssiger Strom wird in das Versorgungsnetz eingespeist. Die Abwasserreinigung ist verfahrenstechnisch so ausgelegt, dass praktisch kein Klärschlamm entsteht.

Einbau des unterirdischen Regenwasserspeichers
Einbau des unterirdischen Regenwasserspeichers

Bio-Abfall aus der Küche

Die Abwasserreinigung kann neben dem häuslichen Abwasser auch biologische Küchenabfälle verarbeiten. Die Bauherren haben deshalb die Möglichkeit, die Küche mit einem Gerät zur Küchenabfallzerkleinerung auszustatten. Das Gerät wird unterhalb der Spüle angebracht und gibt die zerkleinerten Küchenabfälle dem häuslichen Abwasser zu.

Für die Anwohner liegt der Vorteil der gemeinsamen Behandlung von Abwasser und Küchenabfällen vor allem darin, dass in den Sommermonaten von den Abfallbehältern keine hygienischen Beeinträchtigungen und Geruchsbelästigungen ausgehen. Daneben steigern die organischen Küchenabfällen die Biogasausbeute der Abwasserreinigungsanlage erheblich.

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